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End- und Dickdarm-Zentrum Mannheim |
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16.05.2002 | Salben, Zäpfchen & Co.
Analdehner bei Hämorriden kaum erfolgreich Auf den ersten Blick ruft der Analdehner bei vielen Patienten mit Enddarm-Beschwerden Unbehagen hervor: Das konisch geformte Kunststoffstäbchen sollen sie sich in den Anus einführen? Doch die Prozedur ist meistens schmerzloser als vermutet. Auch ist sie recht wirkungsvoll - zumindest bei Analfissuren. Bei Hämorriden dagegen ist eine Therapie mit Analdehner nur selten sinnvoll. Benutzt der Patient den Analdehner ein paar Wochen täglich 2-3 Mal, entspannt sich die Schließmuskulatur. Für Patienten mit einem Einriss der Analschleimhaut (Analfissur) kann dies von großem Vorteil sein, da durch die Wundschmerzen der Schließmuskel verkrampft. Der verengte Darmausgang führt dann leicht zu weiteren Fissuren. Außerdem hemmt das verkrampfte Gewebe eine vernünftige Wundheilung. Entspannt sich durch den Analdehner jedoch die Muskulatur, wird auch die Schleimhaut elastischer. Auf diese Weise kann die Wunde flacher abheilen, sagt Dr. Alexander Herold vom End- und Dickdarm-Zentrum Mannheim. Das Blut kann aus den Gefäßknoten besser abfließen Bei Hämorriden dagegen hat sich eine Therapie mit Analdehner als wenig erfolgreich erwiesen. "Während wir vor fünf Jahren noch täglich zehn Dehner verschrieben haben, ist es heute nur noch einer in der Woche", sagt Herold. Bei leichten Hämorriden eignet sich das Instrument allerdings als vorbeugende Maßnahme: Durch die Dehnung des Schließmuskels kann das Blut aus den Gefäßknoten besser abfließen. Auch wenn der Patient ständig unter Durchfall leidet, ist ein Analdehner hilfreich, sagt Herold. Denn ohne festen Stuhlgang, der regelmäßig für Dehnung sorgt, zieht der Schließmuskel sich allmählich zusammen. Instrument nur mit Wasser und Seife waschen © hämorriden.net - 16. Mai 2002 |