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End- und Dickdarm-Zentrum Mannheim |
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25.01.2003 | Weizenkleie und viel Wasser wirken oft Wunder
Ein Thema, über das niemand gerne spricht: Im Gesundheitsforum ging es um Hämorrhoiden "Problemzone Enddarm" war das Thema eines Vortrags, zu
dem das lokale Gesundheitsforum, das gemeinsame Projekt des Kulturamtes und der Ärzteschaft
Lampertheims, jetzt ins Stadthaus eingeladen hatte. Mit Humor präsentierte Dr. Jens Kirsch vom End- und Dickdarm-Zentrum Mannheim seinen Vortrag über das Tabuthema "Hämorrhoiden: harmlos oder heimtückisch?" Selbst Persönlichkeiten wie Luther oder Napoleon seien von diesem Leiden betroffen gewesen. Als Proktologe (Facharzt für Enddarmleiden) und Chirurg erklärte er unmissverständlich: Ohne spezielle Eingriffe würden Hämorrhoiden nie wieder verschwinden, sondern weiter wachsen. Aber bevor das Skalpell angesetzt werde, gebe es erfolgversprechende Behandlungen - je nach Art und Grad der Beschwerden. " Eine Linderung, aber keine endgültige Lösung, bringen Zäpfchen mit Mulleinlage", erläuterte Kirsch. Besonders empfehlenswert sei faserreiche Kost, wie Weizenkleie und Flohsamenschalen. Wichtig sei auch die Trinkmenge - mindestens zwei Liter am Tag - und keine Abführmittel einzunehmen. Eine gezielte Gymnastik und Massage des Darmes sei von Erfolg. Auch das Verhalten auf der Toilette sprach der Chirurg an. Lange "Sitzungen" seien nicht angebracht, da der Darm nach unten sacke. Jeder Mensch über 45 solle die Vorsorge in Anspruch nehmen, riet er. Dr. Günther Horneff, Chirurg vom OP-Zentrum Lampertheim, warnte: Ohne Behandlung könne sich Gewebe in ein Krebsgeschwür verändern. Deshalb sei die körperliche Untersuchung (Darmspiegelung) und die Austastung des Enddarms besonders wichtig. roi © Südhessen Morgen - 25. Januar 2003 |